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Auf den Punkt \

Marktkommentar April 2022

Inhalt:

  • Aktuelle Situation – Zeitenwende 

  • Die menschliche Natur verhindert oft den Erfolg an der Börse 

  • Einzelwertbetrachtung – Micron Technology 

  • Ausblick – Hoffentlich wacht Europa auf 

Am 24.02.2022 hat Russlands Armee die Ukraine überfallen, einen Krieg mitten in Europa entfacht und unsägliches Leid über die ukrainische Bevölkerung gebracht. Bis zu diesem Zeitpunkt gingen nahezu alle Beobachter von einer Drohkulisse und einer schlussendlich doch weitestgehend friedlichen Lösung aus. Leider weit gefehlt. Die Welt ist seitdem eine andere – der Schock sitzt noch immer tief. Politische, soziale und wirtschaftliche Folgen werden erst nach und nach abschätzbar sein. Wann und wie es zu einer Lösung kommen kann, ist derzeit nicht abzusehen. 

Angesichts der furchtbaren Nachrichten und Bilder aus dem Kriegsgebiet fällt es nicht leicht, sich den daraus ergebenden Emotionen zu entziehen. Es ist dennoch unsere Aufgabe, sachlich und rational zu bleiben und zu agieren, ohne dabei das Leid, insbesondere der direkt vom Krieg betroffenen Menschen auszublenden. Wir wollen hier nichts kommentieren, was die humanitäre Katastrophe sowie die politischen Wirrungen dieser Tage angeht, sondern versuchen, uns auf die Analyse der wirtschaftlichen Folgen zu konzentrieren. Auch wenn vieles andere derzeit wichtiger erscheint: Unsere Aufgabe ist es, das uns anvertraute Vermögen zu schützen. 

Aktuelle Situation – Zeitenwende

Der russische Einmarsch in die Ukraine war für die Finanzmärkte ein Schock. Die Mehrheit der Marktteilnehmer ging nach den Gesprächen westlicher Regierungsvertreter mit Herrn Putin von einer diplomatischen Lösung ohne Eskalation aus. Rational lässt sich die Kriegshandlung Russlands nicht erklären. Diese Situation verdeutlicht uns einmal mehr, wie unberechenbar die geopolitische Lage geworden ist. Aktuell ist zu beobachten, dass eskalierende Sanktionen unvorhersehbare Aktionen und Gegenreaktionen mit sich bringen, die die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung in Europa und darüber hinaus nur schwer einschätzbar machen.

Die Invasion der russischen Armee in die Ukraine dürfte eine Zeitenwende für die westliche Welt bedeuten und eine geopolitische Neuausrichtung globaler Strukturen zur Folge haben.

Was ist auf Sicht der nächsten Monate für Preise, Konjunktur und Märkte zu erwarten?

Der Preisauftrieb hat sich deutlich verschärft. Schon vor Kriegsbeginn hat uns das Thema Inflation beschäftigt. Zunächst als Basiseffekt und infolge hoher Nachfrage nach dem Corona-Einbruch. Jetzt heizen die stark gestiegenen Preise, vor allem für Energie und Nahrungsmittel, die Inflation zusätzlich an. Weiterhin sind durch die Sanktionen gegen Russland neue Belastungen in den Lieferketten und auf den Transportwegen wahrscheinlich. Hinzu kommt die erneute Unterbrechung des Welthandels durch Chinas dogmatisches Festhalten an der Null-Covid-Strategie mit zahllosen Lockdowns.
Entsprechend hat sich der Konjunkturausblick eingetrübt. Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung hat seine Wachstumsprognose für 2022 zuletzt von 4,6 auf 1,8 Prozent reduziert.

Das Ifo-Institut hat seine Konjunkturprognose für Deutschland gesenkt und erwartet 2022 nur noch 2,2 bis 3,1 (vorher 3,7 %) Prozent Wachstum. In Summe gehen wir in den kommenden Monaten von einer weltweiten Wachstumsverlangsamung aus, erwarten aber noch keine Rezession, auch nicht für das stärker durch den Krieg belastete Europa. Diese Einschätzung gilt, solange russisches Gas weiter nach Westen strömt. Es bleibt abzuwarten, wie die Unternehmen, vor allem in der Industrie, die gestiegenen Preise für Rohstoffe, Energie und Vorprodukte kompensieren und Lieferketten ggf. substituiert werden können.
Andere Sektoren wie Energie, Rohstoffe oder Hochtechnologie sollten von der aktuellen Entwicklung profitieren. Ebenfalls sollte die Nachfrage in einigen Dienstleistungssektoren durchaus profitieren können.

Konjunkturelle Risiken und eine höhere Inflation bringen die Zentralbanken in eine Zwickmühle. Sowohl die Europäische Zentralbank als auch die Fed haben sich in den letzten Wochen auf die Seite der Inflationsbekämpfung geschlagen. Erste Zinsschritte in den USA sind bereits vollzogen. Die europäische Wirtschaft ist jedoch erheblich stärker durch den Krieg beeinflusst als die der USA. Zusätzliche Belastungen durch die EZB wären erheblich schwieriger zu verkraften als in den USA, wo die Gewinnspannen der US-amerikanischen Unternehmen sich nach wie vor in der Nähe ihrer historischen Hochs befinden. Die US-Löhne steigen zwar bereits, was wir in Europa noch nicht sehen, jedoch weniger stark als die Preise.

Die Realzinsen, also die Zinsen abzüglich der derzeit hohen Inflationsraten, dürften noch auf längere Sicht negativ bleiben. Sachwerte wie Aktien werden somit trotz eines herausfordernden Umfelds mittelfristig gegenüber festverzinslichen Vermögensklassen wie Anleihen oder Bargeld attraktiv bleiben.

Aus diesem Grund bleiben wir vorsichtig, sind aber nicht pessimistisch.

Die menschliche Natur verhindert oft den Erfolg an der Börse

Ein Sprichwort sagt, „Nach der Krise ist vor der Krise“.

Im März 2020 gingen die Kurse bedingt durch die Coronakrise sehr schnell massiv zurück, um sich dann sehr erfolgreich zu erholen. Zu Beginn der Kriegshandlungen in der Ukraine erlebten wir ebenfalls einen schnellen und hektischen Ausverkauf. Im Anschluss dann eine ordentliche Gegenbewegung und Erholung.

In Zeiten großer Unsicherheit und Ungewissheit bekommen Menschen Angst, werden hektisch, verlieren ihre Ziele aus den Augen. In solch einem Umfeld verkaufen viele Anleger reflexhaft ihr schwankungsanfälliges Vermögen, wie z.B. Aktien, Anleihen, Edelmetalle etc.. Oft genug erwischen sie damit genau den Tiefpunkt und realisieren so die höchsten Verluste. Weiterhin bleibt die Reinvestition in der Folge aus oder erfolgt verspätet, da in die Turbulenzen hinein der Mut zum Wiedereinstieg fehlt.

Angstgesteuerte Investitionsentscheidungen schädigen den Wohlstand immens, weshalb es so wichtig ist, sich vorher über sein Verhalten als Anleger im Klaren zu sein, sich Ziele zu setzen und Regeln zu geben, an die man sich hält bzw. orientiert. Angst war noch immer ein schlechter Berater!

Die Börse bewegt sich tendenziell nach oben, nicht auf einer geraden Linie, sondern mit Ausschlägen, die mal mehr, mal weniger heftig ausfallen. Warum ist das so? Die Börsenkurse spiegeln den Wert der notierten Unternehmen inklusive der Zukunftserwartungen wider. Die Kurse sind kurzfristig und temporär von Nachrichten, Emotionen und zunehmend immer mehr von Spekulationen etc. geprägt.
Langfristig, statistisch bewiesen, folgt der Aktienkurs dem Unternehmenswert. Aber warum sollte dieser langfristig tendenziell steigen?

Vereinfacht dargestellt:
1. Unternehmen existieren nicht zum Selbstzweck. Sie wollen Gewinne erwirtschaften, um das Eigen- und Fremdkapital bedienen zu können. Unternehmen sind die Akteure im Wirtschaftskreislauf, die die Preise festlegen. Sollte es zu einer unerwartet starken Inflation kommen, können Unternehmen darauf reagieren und die Preise anpassen. Haben Unternehmen eine hohe Preissetzungsmacht, dürften ihre Gewinne einen positiven „Inflationspush“ erfahren.

2. Menschen streben nach Verbesserung. Menschen in Unternehmen arbeiten ständig daran produktiver zu werden, Arbeitsabläufe zu verschlanken, den Ressourcenverbrauch zu senken, unprofitable Produkte zu verwerfen. Dadurch schaffen es Unternehmen, ihre Umsätze und Gewinne langfristig im Durchschnitt zu steigern. Da der Aktienkurs sich langfristig an Gewinnen orientiert, steigen auch

langfristig die Aktienmärkte. Unprofitable Unternehmen verschwinden. Letztendlich mündet dies in dem Wirtschaftswachstum, das wir seit Jahrhunderten erleben, trotz Weltkriegen, Staatspleiten, Währungs-reformen etc.

Kurzfristig sind viele Faktoren für die Aktienmärkte beeinflussend. Langfristig steht fest: „Wer sein Geld nicht anlegt, verliert stetig an Kaufkraft: Die Preise steigen, das Geld wächst aber nicht mit.“

Es ist angesichts dauerhaft negativer Realrenditen unverzichtbar, eine auf Sachwerte und damit reale Vermögensmehrung ausgerichtete Strategie zu verfolgen und die Schwankungen der Märkte zu akzeptieren.

Einzelwertbeschreibung: Micron Technology

Auszug aus der Unternehmens-Chronic:
„Wir begannen 1978 als vierköpfiges Halbleiterdesignunternehmen im Untergeschoss einer Zahnarztpraxis in Boise, Idaho. Bis 1980 hatten wir den Grundstein für unsere erste Fertigungsanlage gelegt, und nur wenige Jahre später stellten wir den weltweit kleinsten 256K-DRAM vor. 1994 haben wir uns einen Platz in den Fortune 500 verdient und sind durch unsere technologischen Innovationen, wichtigen Partnerschaften und strategischen Akquisitionen auf der ganzen Welt stetig zu einem Branchenführer gewachsen.“

Micron Technology (Hauptsitz Idaho, USA) ist heute ein globaler Hersteller und Vertreiber von Halbleiter-Bauelementen. Dazu gehören vor allem NAND Flash-, DRAM- und NOR-Flash-Speicher und andere Speichertechnologien, Verpackungslösungen und Halbleiter-Systeme für den Einsatz in Computer-, Verbraucher-, Netzwerk-, Automobil- und Industrieprodukten. Darüber hinaus fertigt das Unternehmen Halbleiterbauelemente für CMOS-Bildsensoren und andere Halbleiterprodukte.
Das Unternehmen beschäftigt heute weltweit über 40.000 Mitarbeiter und besteht seit dem Geschäftsjahr 2014 aus den vier Geschäftsbereichen

– Computer and Networking Business Unit (CNBU):
Hierunter fällt das Geschäft mit den DRAM- (Dynamic Random Access Memory) und NOR-Flash-Speichern. Dabei handelt es sich um Arbeitsspeicher, die in Computern oder anderen elektronischen Geräten zum Einsatz kommen. Diese werden vornehmlich an Computer-, Grafik- und Netzwerk-Unternehmen vertrieben.

– Mobile Business Unit (MBU):
Dieses Segment spezialisiert sich auf den Verkauf von DRAM, NAND Flash und NOR Flash-Produkten an Kunden aus dem Markt für mobile Geräte. Dazu zählen Fertiger von Smartphones oder Tablets.

– Storage Business Unit (SBU)
Umfasst das Geschäft mit NAND Flash- Komponenten und SSDs Dabei handelt es sich um Speicherkarten, die aus nichtflüchtigen Speicherchips bestehen und als Ersatz für Festplatten eingesetzt werden. Die Produkte werden an Kunden aus der Datenspeicherungs-, der Computing- und der Musikplayer-Industrie sowie an die Intel Corporation über IM Flash verkauft.

– Embedded Business Unit (EBU).
Das Segment umfasst Speicher- und Speicherprodukte, die in einer Vielzahl von Branchen eingesetzt werden, darunter die Automobilindustrie, Verbrauchermärkte und industrielle Anwendungen (Quelle: Facunda financial data GmbH, München)

Verteilung Nettoumsatz geografisch:
Vereinigte Staaten (43,9%), Taiwan (23,8%), Hongkong (9,3%), China (8,9%), Japan (6%), Asien-Pazifik (5,1%) und Sonstige (3%).

Höhepunkte des Geschäftsquartals Q2 2022 (Bericht 29.03.2022) 

Umsatz von 7,79 Milliarden US-Dollar gegenüber 7,69 Milliarden US-Dollar im Vorquartal und 6,24 Milliarden US-Dollar im gleichen Zeitraum des Vorjahres 

GAAP-Nettogewinn von 2,26 Milliarden US-Dollar 

Operativer Cashflow von 3,63 Milliarden US-Dollar gegenüber 3,94 Milliarden US-Dollar im Vorquartal und 3,06 Milliarden US-Dollar im gleichen Zeitraum des Vorjahres. 

Der Jahresumsatz für das Geschäftsjahr 2022 wird auf 33,7 Mrd. USD (VJ 27,7 Mrd.) prognostiziert, mit einem Nettoergebnis von ca. 10,3 Mrd. USD (VJ 5,8 Mrd.). 

„Die hervorragenden Ergebnisse für das zweite Quartal übertrafen das obere Ende unserer Prognose für Umsatz und Marge, was unsere starke Umsetzung widerspiegelt“, sagte Sanjay Mehrotra, President und CEO von Micron Technology. „Wir sind branchenführend in der Technologie von DRAM und NAND, und die Dynamik unseres Produktportfolios beschleunigt sich. Mit hervorragenden Ergebnissen im ersten Halbjahr ist Micron auf dem besten Weg, im Geschäftsjahr 2022 Rekordeinnahmen und eine solide Rentabilität zu erzielen.“ 

Marktaussichten des Unternehmens 

„Wir erwarten für das Jahr 2022 ein Wachstum der Bit-Nachfrage in der Branche für DRAM im mittleren bis hohen Zehnerbereich und für NAND bei etwa 30 %. Wir gehen davon aus, dass die zugrunde liegende Nachfrage im Kalenderjahr 2022 von Rechenzentren, der anhaltenden Einführung von 5G-Smartphones und einer anhaltenden Stärke in den Automobil- und Industriemärkten angeführt wird. Angesichts dieser Nachfragetrends, der Lieferdisziplin in der gesamten Speicherindustrie, der langen Vorlaufzeiten für Halbleiterfertigungsanlagen und des reduzierten NAND-Angebots einiger unserer Wettbewerber, bei denen es zu Kontaminationsproblemen kam, sehen wir derzeit sowohl bei DRAM als auch bei NAND ein gesundes Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage. 

Die Knappheit von Nicht-Speicherkomponenten bessert sich, und wir gehen davon aus, dass weitere Verbesserungen das Wachstum der Speicher- und Speichernachfrage für den Rest dieses Jahres unterstützen sollten. Es gibt jedoch einige Bereiche, in denen sich die Halbleiterknappheit nicht so schnell verbessert hat, wie wir erwartet hatten, und diese Knappheit wird wahrscheinlich bis ins Kalenderjahr 2023 andauern. Wir sind uns der erhöhten makroökonomischen Unsicherheit bewusst und bleiben wachsam gegenüber Änderungen der Marktbedingungen. 

Wenden wir uns nun den Wachstumserwartungen von Micron für das Bitangebot für das Jahr zu. Im Einklang mit dem Rest der Branche erleben wir ein herausforderndes Umfeld für Ausrüstungs- und Materiallieferungen. Aufgrund der starken Umsetzung durch das Betriebsteam von Micron bleibt unser Wachstum des Bitangebots für DRAM und NAND im Kalenderjahr 2022 jedoch gegenüber früheren Erwartungen unverändert und wird der Branchennachfrage entsprechen. Wir sind auf dem besten Weg, im Geschäftsjahr 2022 Rekordeinnahmen mit solider Rentabilität zu erzielen, und wir erwarten weiterhin ein starkes Wachstum der Bitlieferungen in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres. 

Wir gehen davon aus, dass unsere Kostensenkungen in diesem Jahr die der Branche übertreffen werden, was auf die außergewöhnlich gut ausgeführte Rampe unseres Weltklasse-1α-DRAM und unserer 176-Layer-NAND-Knoten zurückzuführen ist. In der gesamten Branche gibt es jedoch Kosten-herausforderungen aufgrund von Lieferketten- und Inflationsdruck, die die Kostensenkungen in diesem Jahr für die Branche einschränken werden. Wir vertrauen weiterhin auf unsere langfristige Technologie-Roadmap und unsere Fähigkeit, in den kommenden Jahren wettbewerbsfähige Kostensenkungen voranzutreiben.“ 

In einer Welt, in der die Digitalisierung immer weiter zunimmt, sind moderne Speichertechnologien ein enormer Wachstumsmarkt. Die Nachfrage kann derzeit kaum vom Angebot gedeckt werden. Micron ist als einer der Branchenführer bestens positioniert und darüber hinaus mit KGV 8 sehr attraktiv bewertet. Insbesondere auch im Vergleich zu den europäischen Konkurrenten wie z.B. Infineon oder STMicroelectronics. Darüber hinaus erscheinen uns die Beimischung amerikanischer Unternehmen derzeit sinnvoll, da sich die geopolitischen Risiken und deren Folgen leider stärker auf Europa auswirken. 

Hoffentlich wacht Europa auf 

Europa, nur Europa ist die Lösung. Nicht die USA, China oder Russland. Wir sind die Lösung. 

Europa muss zusammenwachsen, es muss sich um seine Energie- und Rohstoffversorgung Gedanken machen. Und wenn die Länder Nordafrikas und im Nahen Osten grünen Wasserstoff nach Europa liefern können und sich damit dort eine wirtschaftlich starke Mittelschicht entwickeln kann, dann wäre dies eine Entwicklung hin zu wirtschaftlichem Wettbewerb und weg von staatlichen Diktaturen. Diesmal mit einer Vielzahl von untereinander konkurrierenden Ländern, sodass Europa nicht wieder erpressbar wird. 

Für die globale Wirtschaft ist der kriegsbedingte Schaden überschaubar, insbesondere für die USA. Russland spielt wirtschaftlich eine untergeordnete Rolle, weil der Handel mit dem Land bereits in den vergangenen zehn Jahren stark zurückgegangen ist. Während der Handel mit China und vielen Schwellenländern zunahm, sank er mit dem flächenmäßig größten Land auf der Erde. Das gilt besonders für Verflechtungen mit amerikanischen Unternehmen und daher reagiert die Wall Street weniger stark auf die Eskalation in Osteuropa – Diversifikation über Länder und Branchen ist nach wie vor unabdingbar. 

Russland ist einer der wichtigsten Rohstofflieferanten der Welt, insbesondere bei Öl und Gas, aber auch bei Grundnahrungsmitteln. Der Krieg hat die Preise förmlich explodieren lassen. Die Gefahr nachhaltig hoher Energiepreise kann die Aktienmärkte auch künftig belasten – vor allem in Europa. Neben der Inflation und der Notenbankpolitik ist der größte Risikofaktor für die deutsche Wirtschaft, ein Lieferstopp von russischem Erdgas. en 

Der Energiemarkt ist durch den Krieg in der Ukraine in einem gewaltigen Umbruch. Um sich unabhängiger von russischem Erdgas zu machen, sucht die Bundesregierung mit Hochdruck nach alternativen Versorgern und Energiequellen. Das eröffnet auch spannende Chancen für Anleger! 

Kurzfristig überwiegen sicherlich die Risiken, aber im gegenwärtigen Umbruch liegt auch eine gewaltige Chance: der nachhaltige Umgang mit Ressourcen und ein schnellerer Umbau unserer Energiewirtschaft hin zur Unabhängigkeit und hin zu regenerativen Energiequellen – es wäre aus vielerlei Gründen wünschenswert. 

Und wie immer das Wichtigste zum Schluss:
Passen Sie auf sich auf und bleiben Sie weiterhin gesund!

Herzliche Grüße aus Trier

Ihr Team der

Breiling | Spohn & Kollegen
Vermögensverwaltung GmbH

 

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